Napa

...THERE'S METHOD TO MY MADNESS!
 
 

Time to move on... [ http://napalmadness.wordpress.com ]

ICH ZIEHE UM!!!

ICH MEINE, MEIN BLOG UND ICH MACHEN UNS HIER AUS DEM STAUB!

 

AB SOFORT...

WÜRDE MICH  W A H N S I N N I G  FREUEN, WENN IHR NACHKOMMT, HINTERHERDACKELT, MIR DIE EHRE ERWEIST ODER WIE AUCH IMMER IHR SOWAS ANSTELLT! (: 

 

http://napalmadness.wordpress.com

 

Wir lesen uns, ja?!

NAPA. 

 

 

2 Kommentare 15.11.10 21:52, kommentieren

...Just Another Bloody Sunday, Just Another Dead Palm Tree!

 

 

Andere verbringen ein Leben lang in einer Blase - Ich befürchte zurzeit vielmehr, dass mich beim nächsten Schaumbad ein Clownfisch nach dem Weg fragt oder frage mich selbst wiederum, ob ich nicht mal irgendwo nach Schätzen tauchen sollte, aber zu mehr als dem Putzen der Toilette führt das meistens dann doch nie.

Nun gut, mit der Atlantis-Romantik kann man es jetzt auch definitiv übertreiben und die Erwartung, dass einem schon morgens ein Einsiedler über die Zahnbürste krebst, fördert den Appetit auf den Tag auch nicht gerade - so ganz unmariniert!

Ein kleiner Fisch im großen Teich, und das nun schon im eigenen Heim.

Da passte sich auch das Tagesmenü schnell der Strömung an:

Lachs-Seetang-Lasagne!

Wobei der Seetang auf Landgang im Volksmund ja eher als Blattspinat geläufig ist, der Lachs wohl schon vor geraumer Zeit seine ursprüngliche Form an einen Tiefkühl-Sixpack verloren hatte und außer seiner einstigen Innereien folglich nichts mehr den Bach runter ging – geschweige denn rauf!

Dem Rest hab ich mit meinem Umluft-Temperament in 45min. auf Gar-Stufe dann völlig den Garaus gemacht. Auch die Muffins legten es darauf an und provozierten mich mit ihrer locker-flockigen Art.

>>Geht mir nicht auf'n Keks oder ich back euch fertig!<<

Sie wollten nicht hören, so räumte ich alle Zweifel beiseite und das Rebellengeschwader in der Backform in den Ofen, wo sie in ihrer Verzweiflung solange anschwollen, bis sie aus ihren kleinen Johannesbeer-Herzen bluteten.

 

 ...


Diese Sonntage...

Nachdem mich einige Sonnenstrahlen durch ein hinterhältig eingeleitetes Niesen akut in den Wachzustand zurück befördert hatten, kroch ich noch weitgehend abwesend, und sei es nur, weil mir sämtliche Haare über dem Gesicht hingen, Richtung Kaffeemaschine, pessimistisch, wie man eben für gewöhnlich in so einen Sonntag startet.

Erst als ich mich, an meine Kaffeetasse geklammert, in aufrechte Haltung zog und langsam kleine Rinnsale von Zuversicht durch mich hindurchsickerten, während ich wiederum den Rinnsalen von Wasser lauschte, die sich einen Trampelpfad durch die Überdosis Kaffeesatz im Filter freikämpften, registrierte ich Sonne und Wärme, die durch die offenstehende Terrassentür hereinschwappten...

Austausch verdutzter Blicke und Grimassen mit meinem Spiegelbild im Ceran-Kochfeld und die Frage, die sich rasant mit kümmerlicher, wenn auch unrealistischer, Hoffnung vermengte, ob ich denn zufällig den ganzen Winter verschlafen hatte?

Vor allem morgens könnte sich der menschliche Verstand ruhig mal mehr Zeit lassen, bis er sich ans Werk macht und somit sämtlichen dieser einfach gestrickten Illusionen die Maschen auflöst – natürlich hatte ich keinen Winterschlaf gehalten, ein Haufen Laub war auch nirgendwo zu entdecken und es fühlte sich schon überhaupt nicht so an, als hätte ich die letzten drei Monate von meinen Bauchspeck-Reserven gezehrt … sah auch nicht so aus.

Nach dieser selbstzerstörerischen „Morgenstund voll Illusionenschwund“, verlangte es mir nach C. Bukowski, seiner schwindenden Sympathie für die Gesellschaft und der Illusion, dass man von Scotch mit Wasser keinen Kater bekäme.

Nach fünf Minuten auf der geriffelten Holzbank in der Sonne legte ich meinen Schal ab, nach zehn Minuten kramte ich meine Sonnenbrille heraus, nach fünfzehn saß ich im Tshirt da und nach zwanzig klammerte ich mir endlich gesam(mel)te Haarpracht vor dem Gesicht, nach hinten, um dem Scheinwerferlicht der Sonne mein Gesicht als Bühne zu überlassen.

Bereits nach einer Stunde fühlte ich mich auf der geriffelten Holzbank in der Sonne wie eine Forelle auf dem Grillrost - ohne Salbei, dafür viel Thymian bitte! - währenddessen mein Vater mit einer rostigen Machete durch den Garten hechtete und wildgeworden Palmen stutzte.

Nach drei Stunden war das Buch ausgelesen, der Kaffee leer, im Garten zerstreut lagen überall Leichenteile von niedergestreckten Palmwedeln und mein Vater, mitsamt Mordwaffe, war verschwunden...

Zeit, für eine Zigarette … und eine Gedenkminute!



14.11.10 16:31, kommentieren

Ohrnado Saison.

 

Ich lege EINSPRUCH ein!

Hat wer ein Einmachglas?

Was hat denn jetzt dieser Balken Werbung in meinem Blog zu suchen?

Sobald man sich auf etwas einlässt, das als „umsonst“ angepriesen wird, wird man doch wieder nur auf die nächst best-blödeste Art zur Kasse gebeten...ich zahle mit Einschränkung meiner Perfektionisten-Ader hinsichtlich kreativer Vollkommenheit in Ausdruck und Form! Absolut!


Apropos Einschränkung:

Welche Schichten seiner Persönlichkeit muss man eigentlich aufgeben, um nicht alle Nase lang mit den Eckpfeilern unserer Gesellschaft zu kollidieren?

Ich bin Kopfmensch, getrieben von meiner Gedankenwelt und gesteuert von Logik, die auf Instinkt und spontane Eingebungen prallt, was wiederum auch dazu führen kann, dass ich in, sagen wir, Eigenheiten nach dem Sinn und Zweck suche, wo vielleicht weder noch vorgesehen war.

Einhörner. Erklärt mir mal bitte jemand den Sinn hinter diesem einen Horn, das da so gänzlich unpraktisch mitten auf der Stirn prangert und tote Winkel im Stil einer Sonnenuhr schafft! Als Verteidigungsmechanismus / Rammbock sicherlich nicht zu verachten, aber wer rennt schon gern Gesicht voraus, immer dem Horn hinterher, in die Weichteile des Gegners ? Schadenfreude und Siegestriumph machen sich doch wesentlich besser aus einer gewissen Entfernung … und ohne Blut im Auge. Wenn es auch nicht das eigene ist, doch gerade in unserer Zeit weiß man erst recht nicht, was einem da alles an Fremdgut in den Körper geschwemmt wird. Kein Wunder also, dass sich die Rasse der Einhörner nicht lange gehalten hat. Und dennoch immer diese falsche Scheinheiligkeit bei „The Last Unicorn“ - als ob ihr das nicht hättet kommen sehen!

Ich bin also Kopfmensch und jeder schmiert mir seinen Senf auf's Brot - versteht mich nicht falsch: ich liebe Senf … solange er gelb ist und so etwas wie „Dijon“ auf dem Etikett steht.

Irgendwie empfinde ich es nur einfach nicht als sonderlich hilfreich und nützlich, genauso wenig wie einen Hartholzdildo auf der Stirn mit sich herumzugaloppieren, wenn dir ständig Leute diesen ach so gutgemeinten Rat in die Rippen pressen, man solle doch einfach einmal NICHT nachdenken...

T'schuldigung, wie wird man denn bitte von jetzt auf gleich dumm?

Gebt mir einen Sack Drogen und das Thema ist geritzt, aber solange ich noch die Fähigkeit besitze mein Hirn zu benutzen und mein Körper wiederum die Fähigkeit, dieses zuzulassen [mit Betonung auf „solange“] , dürfte sich spontan eingefädeltes „ einfach mal NICHT denken“ als überaus knifflig darstellen!

Da wird so ein metaphorischer Kopf gegen die Wand, mit hypothetischem Umweg, schnell mal zum durchaus möglichen Manöver!

Könnte natürlich besagte Eigenschaften einfach unter den Tisch fallen lassen, hoffen, dass keiner den mächtigen Rumms mitbekommt, den so ein Schwergewicht an Leidenschaft verursachen dürfte und behaupten, ich wäre sportlich. Dann müsste ich allerdings im gleichen Zuge noch „Lügen“ und „Realitätsverlust“ in die Liste meiner Aktivitäten aufnehmen, wobei zum Thema Realitätsverlust eine umfassende Erörterung zu sämtlichen essenziellen Umständen erforderlich werden würde, mitunter dem der für Irreführungen in den Bereich Sport und Mord zuständig ist, da ich den einen, bereits langjährig verübten, Realitätsverlust ja kaum mit dem Anderen, gezwungenermaßen angeeigneten, ersetzen möchte, sondern vielmehr integrieren müsste, um das volle Ausmaß darzulegen, in dem ich mich hier gerade selbst schon hoffnungslos verrenne...

Einsame Spitze! [hier nicht im Sinne von emotional zerknirschter Reizwäsche] Klingt doch irgendwie alles dezent stressiger und komplizierter, als einfach weiterhin die Ohren auf Durchzug zu stellen, wenn mal wieder jemand den Drang verspürt mir Wort-Aufstrich mit Weisheits-Aroma auf's Charakter-Brot zu kleistern, wenn ich doch eigentlich gerade nur Gedanken-Fallobst einsammeln wollte.

Ironischerweise kann ich das mit der waagrechten Windhose zwischen meinen Lauschern immer ausgesprochen gut, solange es sich um Input von Außen handelt und nicht um meinen eigenen Output von Innen. Das hätte dann soviel Durchschlagskraft, wie ein tatsächlicher Tornado, der über eine glatte leere Betonfläche fegt: lediglich aufgewirbelte Staubwolken und ein Kitzeln in der Nase!

OuttaEar-Input“ verursacht, bei getreu nach Handbuch durchgeführtem „Ohrnado“, jedoch angenehm weißes Rauschen – wie das Knistern von Kornflakes, die in kalter Milch ersäuft werden.

Akustisches Müsli-Panorama sozusagen!!!



Ich meine fast, heute endlich Caesar's Ausdauer übertroffen zu haben, was nie endende Satzkonstruktionen angeht.

Sein „Bellum Gallicum“ ist mein „Isabellum Schwallicum“!

Latein würde aber auch so viel mehr Spaß machen, wenn es nicht immer nur um verletzte Männeregos ginge und die Notwendigkeit, diese im Gladiatoren-Stadion durch „Mut zum gesenkten Daumen“ aufzupolieren...und das ganze Gewäsch dann auch noch im Accusativus cum Infinitivo.

Ja Blah!


Und nun zitiere ich mich ganz galant, weil mir gerade kein Römer einfällt der hier passend wäre, mit den Worten von Federico Fellini aus der Verantwortung:

 

FIN !


[Knallhart, direkt und schonungslos, der Kerl! Zutiefst beeindruckend ...tch!]



9.11.10 17:49, kommentieren

... So I Disconnect

Creatures of habit

Watch them play their roles!

Everyday's a puppetshow,

In a custom-made scenery.

Watch them run in vicious circles!

Tangled up in timeloops of daily grind,

Disconnected from free will.



Increasing loss of contact with reality

Young Bodies suffering,

Through vegetative states of mind.

Barely shaped ideologies,

Tossed into states of emergency.

The mesmerized, they own the night!

Disconnected from self-control.



Looking into glossy mirrors,

Their heads lost in long gone days,

Weariness is blinking back,

A crusade against silent oblivion.

Their hearts mourning long gone lifes,

Shattered pieces of their souls,

Trying to connect again.



Hidden deep down, a secret's fading,

Human foundations rising up at last.

Rattling at the gates of a prison made of meat,

Step by step slowly tearing apart the walls.

Setting hands to what shall be their's again,

Freed spirits go marching in.

Connecting stumbling steps to a final freedom run



Voices within, loud and clear once more.

Put down the chains of custom,they tell.

...So I let go of captivity.

Don't admit to repressive measures,they yell.

...So i hold on tight to my peace of mind.

Keep your head clear! Are you awake?

...So i disconnect myself from mankind's life support.


4.11.10 17:27, kommentieren

Abgekappt.

Abgekappt & neben der Kappe...

Dieses Kapitel scheint nun ein für allemal zu Ende zu gehen.

Der Umzug lauert vor den Stufen meiner Haustür, weshalb ich die meiste Zeit damit zubringe, durch die Bude zu hetzen und hier und da Sachen in Kisten und andere Dinge in große Säcke zu werfen, im vorbeistolpern meinen antiken Kleiderschrank abbaue, Geschirr aus allen entlegensten Ecken der Wohnung pfriemle und auf Knien dem Kabelverlauf Richtung Steckdose unters Bett folge, was in einem panisch-asthmatischen Staubinhalations-Gegenreflex endet.

Höre von allen Seiten Mitleidszurufe, wenn ich den Umzug erwähne, ich jedoch finde immer wieder Gefallen daran. Große Veränderungen stehen bevor, das Unbekannte lädt ein zu neuen Abenteuern und selbst wenn ich dieses mal noch nicht einmal weiß, wo ich enden werde, lässt mich das leicht nervöse Bauchkribbeln schon etwas euphorisch werden.

Man lässt Dinge zurück, behält Erinnerungen und findet alte Schätze, verborgen in einem der vielen Schränkchen und Kisten, in die man für gewöhnlich nur weitere Sachen hineinstopft, selten aber mal für Ordnung sorgt oder sich bis ans hintere Ende hindurchwühlt...so also vorhin auch höchst erfreut und entzückt gewesen, als ich sämtliche alten Tage- und Notizbücher aus meiner schwer verkorksten Jugend entdeckte...voll mit Liebeskummer, Konzertberichten, Urlaubstagebucheinträgen, eigenen Gedichten und Songtexten, Zeichnungen, Gekritzel und allerhand kreativer kleiner Momente, die ich dort niederschrieb, egal auf welchem Fleck der Welt ich mich gerade befand,...meine kleinen treuen Begleiter – zutiefst kariert!

Zusätzlich Unmengen alter Bilder und Fotos aus den guten Zeiten.

Abschlussfahrten, Parties zu sturmfreien Zeiten im Elternhaus, alte Freunde, vergessene Liebhaber, verdrängte Modesünden...

Endlos. Endlos viel. Endlos toll.



...Einige Tage ziehen ins Land...



Geschafft! Part I des Umzuges wurde erfolgreich gemeistert, bis auf ein paar unschöne blaue Flecken und etwas Muskelkater im linken Schienbein (hätte die Monster-Röhrenglotze wohl doch nicht einbeinig hüpfend die Treppe herunter hiefen sollen!?) ist alles soweit an seinem vorerst neuen Platz angekommen und bereits in den Grundzügen gemütlich zurechtgerückt.

Das Zimmer hier liebte ich schon immer...somit fühlte ich mich auch direkt wohl und wenn ich mir vorstelle, dass vor der Tür einfach …. NICHTS mehr kommt, eine Schlucht mit Hängebrücke oder eine Wiese... dann lässt es sich schon irgendwie aushalten.



...Weitere Tage ziehen ins Land...



Bekomme meinen Kopf nicht aufs Papier. Die Gedanken schweifen ab und preschen wild durchs Unterholz meiner grauen Zellen.

So viel zu tun, an so vieles muss gedacht werden - und das, wenn möglich, auch noch rechtzeitig!

Diese letzte Woche war ich schwer beschäftigt damit, meine zeitlich begrenzte Freiheit in vollen Zügen auszukosten, davon möglichst viel aufzusaugen und Kamelhöcker-artig abzuspeichern, für kommende Leidenszeiten.

Rein theoretisch!



...die Zeit sickert dahin...



Wirklich!

Zeitumstellung. Lag bis in den letzten Muskel gespannt auf dem Sofa, in der brüder'schen Residenz in München und wartete darauf, dass mein Handy automatisch auf Winterzeit aktualisierte...Tat es aber nicht!

Welch Enttäuschung!

Ihr auch – glaubt doch nicht jeden Mist, der euch verzapft wird!

Verließ mein Haus der Freiheit, um in München meiner Zukunft einen gewaltigen Arschtritt zu verpassen. Die letzten beiden Tage wurden also zum „Schwung holen“ genutzt, währenddessen ich mit einigen Leuten ein paar Kürbisse skalpierte, gnadenlos ausschlachtete und mit Kerzen bestückt aufs Fensterbrett verdammte, um auf dem Tisch Platz zu schaffen für das gezauberte Festmahl.

Wein, Gesang und massenhaft schallendes Gelächter.

 

Nähere mich dem Höhepunkt des „Schwung holens“ und bin bereit, kräftig „durchzuziehen“ und somit das Zukunftsding durchzuziehen.

Auf auf in neue Welten!

 

Zwischenfunke:

Wortneuschöpfung des Monats – EPILASZIV!!!



Und da ich gerade schon sowohl kopf- als auch tipptechnisch abgekappt unterwegs bin, passt auch das letzte Thema auf The Scope [ www.thescope.de ] hervorragend hier rein.

So I Disconnect!

Lass mal bisschen abkappen!





[ Lyrische Erzählung oder auch nur der Versuch dazu! ]



Creatures of habit

Watch them play their roles!

Everyday's a puppetshow,

In a custom-made scenery.

Watch them run in vicious circles!

Tangled up in timeloops of daily grind,

Disconnected from free will.



Increasing loss of contact with reality

Young Bodies suffering,

Through vegetative states of mind.

Barely shaped ideologies,

Tossed into states of emergency.

The mesmerized, they own the night!

Disconnected from self-control.



Looking into glossy mirrors,

Their heads lost in long gone days,

Weariness is blinking back,

A crusade against silent oblivion.

Their hearts mourning long gone lifes,

Shattered pieces of their souls,

Trying to connect again.



Hidden deep down, a secret's fading,

Human foundations rising up at last.

Rattling at the gates of a prison made of meat,

Step by step slowly tearing apart the walls.

Setting hands to what shall be their's again,

Freed spirits go marching in.

Connecting stumbling steps to a final freedom run



Voices within, loud and clear once more.

Put down the chains of custom,they tell.

...So I let go of captivity.

Don't admit to repressive measures,they yell.

...So i hold on tight to my peace of mind.

Keep your head clear! Are you awake?

...So i disconnect myself from mankind's life support.



1.11.10 16:12, kommentieren

Howlin' To The Nuthouse

FanDamnTastic!

Dieser Sonntag heute ist wieder schlichtweg Bilderbuch-verdächtig.

Auf der Straße überall Familien beim Schaufensterbummel, was doch lediglich in DNA-Rückständen in Form von verschmierten Sabberflecken, Hand- und Nasenabdrücken von Säuglingen auf den Außenseiten der Schaufenster resultiert.

Die Kleinkind-Fraktion brüllt unentwegt nach Eis oder der Mutter, um dann diese wiederum wegen Eis anzubrüllen.

Die Mütter haben schon zwei Seitengassen zuvor resigniert.

Die Väter tapsen gedankenverloren, dem Hier und Jetzt scheinbar entrückt, nebenher, schieben die leeren Kinderwägen voll Spielzeug und Trinkfläschchen und träumen von Whiskey, Black Jack und Nutten!

Eltern sein muss wirklich erfüllend sein.

Mein Kater hat ein selbstmörderisches Talent entwickelt, mir Wespen und ähnliches Kleinviecherzeug vom Leib zu halten, die zum Fenster hereinsummen, auf dem Rückweg hinterhältigst kaltblütig aus der Luft gepfotet werden und anschließend ihren letzten Flug gen kätzischen Magentrakt antreten.

Ich kommentiere das ganze Schauspiel mit Jubel- und Schlachtrufen [ „ HA! Und ihr dachtet, Heuschrecken wären mies!“ / „Schwarz-Gelb im Anflug! Durchladen! Auf die Pfoten, Fertig, Full Metal Cat!“ / „Mein letztes Kätzlein hat geschlagen!“ ] und gluckse siegreich in meinen Kaffee, welcher ständig von Zauberschlund zu versiegen scheint, weshalb ich mich somit wiederum ständig in der Küche vorfinde, den Zeigefinger im Anschlag auf dem Kaffee-Marsch-Knopf.

 

My Katz Got Guts!

 


 

Im Anschluss die Musik noch ein wenig lauter gestellt,Kippe gedreht und mit Verzweiflung festgestellt, dass der Tabak mich heute definitiv noch im Stich lassen wird, Kippe angezündet, Kaffee inhaliert und begonnen zu tippen...

 

 ...

 

 

Ich bin unglaublich ungläubig, das könnt ihr mir glauben.


Umso mehr verwundert es mich dann doch, dass ich seit nunmehr einigen Wochen solch faszinierenden Unfug biblischen Ausmaßes zusammenträume, der mich zu allem Übel auch tagsüber (Definition tagsüber: zu Zeiten im Wachzustand, unabhängig von Tageslicht) nicht wirklich von der Leine lässt.

Ich schätze, dieser Blog hier fungiert mehr und mehr als Traum-Tagebuch, anstelle einer Plattform, auf der ich meinen „Alltag“ in Wort- und Satzform zwänge.

Da gäbe es ohnehin nicht allzu viel, das es wert wäre, überhaupt erst AUS meinen Gedanken, DURCH meine Finger, ÜBER die Tastatur, IN den Laptop gehämmert zu werden...

Verschwendete Zeit, verschwendetes „Fingerspitzengefühl“, wenn ihr mich fragt.

Dennoch: immer wieder Träume niederzuschreiben, mag auf mich ja einen psychologisch höchst empfehlenswerten Effekt haben, aber gleichzeitig verewige ich auch meinen Hang zum Psychotischen für den Rest vom Fest.

Wie heilsam kann das schon sein?

Sounds like crazy on toast!“

...

Wieder dieser Anflug von Rationalität hier.

Hinfort!

I'll keep on howlin' to the nuthouse, no matter what!

Gut, weiter im Text.


--------------------------------------------------------------------------


Habe mir doch glatt, in einem Moment nicht vorhandener Geistesgegenwertigkeit, meinen Zeh gebrochen.

...Klingt, als hätte ich überhaupt nur einen.

Alle noch da und dran - Habe mir einen meiner zehn Zehen gebrochen.

Fakten Fakten Fakten.

Nicht weiter schlimm, solange ich in den nächsten Tagen nicht plötzlich, wie vom Teufel geritten, mit Stepptanz beginne.

The Devil's Dance Floor muss warten.

Typisch nur, dass ich mich nicht an Unfälle erinnern kann, in die frontal Zehen verwickelt waren, wo ich den Rest des besagten Tages/Abends noch vollständig im Gedächtnis habe.

Zeh-fix!

Breche und/oder ruiniere mir stets Körperteile, die von Natur aus ihren eigenen Willen haben, somit gerne mal kreuz und quer in der Gegend herumstehen, was diese wiederum allgemein potenziell gefährdet: Haarwurzeln, Nasen, Zehen, Finger, … ich kann von Glück sprechen, dass ich kein Mann bin!

Tch!

3.10.10 19:12, kommentieren

Der Mond - schon hungert ihn nach Blut.

Oktober also.

Nachdem ich, choreographisch hochwertig aus dem Bett gekullert war; vor dem Herd in der Küche, auf dem der Cowboy Kaffee sich langsam durch die Blechkanne drückte, einen Beschwörungstanz zum Besten gab und mit Freuden feststellte, dass mir doch tatsächlich ein paar aufregend unaufregende Stunden Schlaf vergönnt worden waren, bestand meine erste Tat des Tages darin, meinen hier früher bereits erwähnten September-Beitrag für The Scope zu publizieren.

...und wenn ich mir schon so akribisch die Knoten aus dem Hirn dichte, werfe ich das gute Stück auch hier einfach mal in die Menge, ob es euch interessiert, oder nicht!




Der Mond – schon hungert ihn nach Blut

[eine Metapher]


Der römische Tag der Mondgöttin Luna (vgl. it. lunedi, frz. Lundi) wurde als Montag ins Deutsche übernommen.“



I.

Beklemmend und unheilvoll schleicht Er schon einher,

Wird zugleich Knotenpunkt und Kern.

Den Gedanken, ein Sammelbecken mehr und mehr,

Bleibt Er diesen nur selten noch fern.



II.

Der freie Wille in Mark und Bein,

Um Plattitüde und Albernheit nicht verlegen,

Lebten wir unbekümmert in den Tag hinein,

Unserem Dasein mit Leichtsinn entgegen.



III.

Doch weicht Unbekümmertheit alsdann sogleich,

Der Erkenntnis und dem Schuldgefühl,

Dass Pflicht und Vorschrift wartend lauern.

Die Gemüter im Wandel nun trüb und kühl,

Sein Einzug naht, an Argwohn reich.


IV.

Kaum mehr Stunden auf der Uhr.

Aussichtslos doch, der Versuch zu Entrinnen.

Unheilbar, der Hang und Zwang zu Struktur.

Obligat, das Verlangen nach klaren Sinnen.



V.

Über den Häusern hängt ein voller Mond,

Verkündet die Erntezeit in rot, wie Blut.

Dort oben in der Dunkelheit er thront,

Der Anblick, ein Ventil zur Wut.



VI.

Als da schon läuten die Glocken zur Mitternacht,

Hatte ich es noch immer nicht zu Schlaf gebracht.

Das Unheil beginnt hereinzubrechen,

Sich für der letzten Tage Frohsinn und Unfug zu rächen.



VII.

Denn Wie den Mond im Herbst nach Blut es giert,

Lechzt auch ein Anderer nach seinem Willen.

Dem Bette entrissen,ohne den Schlafdrang zu stillen,

Werde ich so zu Arbeit und Alltag dirigiert.

...Mal wieder ein Montag Morgen im September.


1.10.10 15:19, kommentieren

Timelooping Louie.

Am Rande des Wahnsinns.

[Schon klar, nichts Neues, weder überraschend, noch sonderlich ungewöhnlich]

Wer definierte eigentlich diesen Rand und dessen Existenz, vor allem nach welchen Kriterien?

Amüsant, wie oft man doch mit Redewendungen um sich wirft, deren Ursprung man sich nur allzu selten logisch erklären kann, man jedoch dennoch zu wissen meint, was besagte Worte auszudrücken vermögen oder zumindest, wie die Bedeutung dieser für die eigene Person auszulegen ist.


Am Rande des Wahnsinns.

Die Grenze der geistigen Vollkommenheit, welche nie wirklich vollkommen war, also sagen wir der Ehrlichkeit zuliebe geistige Vollständigkeit, welche nie wirklich vollständig war, also sagen wir der Realität zuliebe geistige Anwesenheit, welche nie wirklich anwesend war, also sagen wir der Richtigkeit zuliebe Mindestmaß an geistigem Durchblick, welcher … belassen wir es hierbei, man dürfte erraten haben, worauf ich hinweisen möchte.


Die Grenze des Mindestmaß an geistigem Durchblick also schon mehrfach hinter mir gelassen. Je häufiger, desto seltener bewacht sind diese Grenzen. Der Hirnzellen-Schmuggel wird nicht länger bekämpft, der Fokus gilt nun mehr der Vertuschung.

Funktioniert mehr schlecht denn recht, doch genossen diese Grenzen in der Allgemeinheit nie sonderlich Aufmerksamkeit.

Keine Rede von Wichtigkeit, eine Nichtigkeit in Wirklichkeit.

Scheinbar unscheinbar gelange ich zunehmend an die Pforten meiner Wahrnehmung, gleite hindurch , entwische in meiner Einbildung ungeschoren jeglichem Strafmaß.

Verleugnung in großem Ausmaß. Maßlose Untertreibung, geradezu anmaßend.

Massenhaft Verwirrung wird zu Tage befördert, wobei ich den Tag an und für sich meist in der Verlorenheit grenzenlos verblendeter Verirrung verbringe und erst des Nachts meine Rückkehr in die Gefilde von Recht und Ordnung antrete.

Nur, wer braucht denn bitte Nachts einen klaren Kopf und sortierte Sinne?

Hier also wieder das übliche Dilemma.

 

 


Mein Hang zum Wiederholungstäter fördert andauernde und -haltende Schlaflosigkeit, verworrene Gedankenlabyrinthe und hochkarätigen Realitätsverlust auch noch ungemein.

Ich imitiere mich ja beinahe täglich bei der Gliederung meiner wiederholten Wiederholungen.

Wiederholung schafft Routine.

Routine schafft Alltag.

Sich alltäglich wiederholende Routine, routinierte Alltags-Wiederholung, und sich wiederholender Routine-Alltag schaffen Zeitschleifen.

Gewaltig viele gewaltige Zeitschleifen.


Sicherlich nicht gerade hilfreich, sich in solchen Zuständen auch noch ständig Filmen wie „Back to the Future“ hinzugeben. Hat nicht gerade einen „ordnenden“ Effekt, aber der Huldigung dieser Art Kult zu entsagen, hätte eine, auf längere Sicht ausgelegt, weitaus zerstörerische Auswirkung:

Kulturelle Vollverdummung!

Das allmählich voranschreitende zu Grunde gehen findet ohnehin, auch ohne meine Unterstützung, in grotesken Dingen sein Ventil:

Stadtmusikanten unter meinem Fenster.

Seit neustem auf Internationaler Ebene, wie es den Eindruck macht:

Vor einigen Tagen noch, die türkisch-chinesische Mariatchi-Kapelle (wie berichtet).

Tags danach, der immer wieder gern gesehene, gehörte bzw. gern getötete AlmÖdi-Verschnitt, der aus tiefster Seele – und, davon bin ich überzeugt, Boshaftigkeit - das immer wieder gleiche Volkslied an die kalten Häuserschluchten der FuZo schmettert, welche direkt, ungefiltert und somit schonungslos in mein Zimmer reflektieren.

Nur wenige Stunden später dreht Irgendwer am Rad und zugleich an seiner Drehorgel.

Der nächste Morgen, ein Vater und seine drei Kinder, scheinbar gegen jegliche Form des Alterns immun (sahen auch vor gefühlten 10Jahren schon so aus), nötigen ihre Instrumente und Stimmbänder auf höchstem Niveau weit unterhalb der untersten Schublade … bodenlos!!!

Das war gestern.

Gerade vorhin, wurde mit einem Höchstmaß an Disziplin ein Dudelsack aus dem letzten Loch geblasen.

Hierzu muss ich anmerken, dass ich bis eben auch noch damit beschäftigt war, meine Beine davon abzuhalten immer wieder von neuem in irischen Linedance auszubrechen.

So ein Dudelsack - ob richtig oder falsch gespielt, hört man meistens ohnehin nicht, stört also größtenteils auch keinen, außer der Fabrikant des Geblasenen leidet an einer vollwertigen Form von Asthma - schafft immerhin noch Freiraum für exzessive Mittags-Besäufnisse oder eben einfach nur einen Anflug von willkommener Albernheit.

Fehlt eigentlich nur noch ein Fass Guiness oder 'ne „irish Carbomb“...


Faden verloren.

Die rote Farbe wiederum hat der Faden selbst bereits verloren.

Verstrickt und zugenäht!

Ich häkle nun besser zum Ende meiner dekadenten Woll-Existenz.

 

Ein defektes Ersatzteil im ratternden Uhrwerk... die Matrix hat mich wieder.

 


 


22.9.10 18:31, kommentieren

Pharmatar.

Seltsam.

Lese gerade einen Kommentar zu einem meiner älteren Beiträge (Napa's Labyrinth).

Bin verwirrt.

Da nutzt scheinbar jemand meinen Blog/meine Träume als Werbeplattform für Schlafmittel und andere Narkotika.

Kann mich gerade nur schwer entscheiden, ob lauthals lachen, über die Vorstellung meines Traumes als Handlungsbasis einer Vorabend-Fernseh-Werbung für Xanax...

[ „Begegnen Sie in Ihren Träumen auch immer wieder den Auswüchsen ihrer angeregten Fantasie??

Nehmen Sie ganz einfach vor dem Abendbrot eine Xanax und fallen sie ohne großen Aufwand in ein 3-jähriges Wachkoma. Sie werden merken, wie erholt und regeneriert Sie sich im Anschluss wieder fühlen werden! Bei Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie einfach einen Ihrer Koma-Kollegen am Infoschalter auf Astralebene7.“]

...ob auf sämtliche der, in besagtem Kommentar aufgeführten, Links klicken und abwarten, wann der erste Virus durch meinen Laptop gurgelt oder aber dem Autor mit ein paar gut platzierten Reihen voll ???? antworten.


Er/Es schreibt: „I think you're not right!I'm assured!“

Ich bin der letzte Mensch, der ein Problem mit Englisch hat, wundere mich dennoch gerade, was er wohl meint:

Ich liege falsch,irre mich? Worin?

Ich bin nicht ganz richtig im Kopf? Plausibel...Danke,...ist mir bewusst, find ich gut so, mag ich, darf auch so bleiben...

Er/Es schreibt: „Hardly i believe that!“

Ich denke: Hardly English! ...und weiß schon wieder nicht, was wohl gemeint ist.

Nun gut.

Der allgemeine Kommentar scheint nicht mehr zu genügen, jetzt kategorisieren wir sogar schon hier. In diesem Falle handelt es sich schätzungsweise um einen Pharmatar.

Danke „Burt“, für deine ausführlichen Informationen im Bereich der Chemiebomben-Heilkunde.

Pharmatastisch!



 

 

 

...




Der Mond – schon hungert ihn nach Blut!“

Ich drehe durch.

Zur Erklärung: Ein paar Menschen und Ich haben uns zum Auftrag gemacht, über die Plattform einer Homepage, monatlich Themen zu stellen, diese im Laufe des Monats eigenständig und unabhängig kreativ zu bearbeiten, entstandene Arbeiten/Beiträge in Text-, Audio-,Video-, oder Bild-Format zum Ende des Monats auf dieser Homepage zu publizieren und im Anschluss daran jeweilig Entstandenes zu diskutieren, kommentieren, erläutern, interpretieren … die ganze verdammte Palette eben.

Künstlerisches und kreatives Schaffen, spielerisch, anspruchsvoll und unterhaltsam.

Das aktuelle Thema:

Der Mond – schon hungert ihn nach Blut!“

.

Spiele mit dem Gedanken, das ganze metaphorisch zu interpretieren, aber egal in welche Richtung ich denke, jedes mal latscht mir auf halber Strecke ein bescheuerter Vampir über den Gedankenweg!

Wir haben keinen Blutmond und hier gibt es auch kein Freiblutsaufen, also sieh zu, dass du Farbe gewinnst oder geh dahin zurück, wo der Knoblauch wächst!


Knifflige / Knoflige Angelegenheit!


Im Übrigen: Unsere Homepage wurde gerade komplett neu gestaltet, strukturiert und aufgebaut, somit stehen wir wieder in den Anfängen, gerade erst aus den Startlöchern gekrochen sozusagen.

Wir Autoren sind immer offen für Neueinsteiger und interessierte Köpfe, wie auch Kommentare von „Außen“. Dafür bedarf es weder Registrierung noch ähnliches...unter dem Vorbehalt, dass besagte Kommentare nicht vollends aus Schwachmüll bestehen und auch keine Links enthalten, die zu mysteriösen Pharma-Seiten führen, auf denen dann die Heilung von Kreativität und anderen künstlerisch angehauchten Charakterzügen und Fähigkeiten angeprießen wird.

Ok Burt?


Www.thescope.de


Soviel. Dazu.

Werde das Thema für heute wohl erst einmal „begraben“, bin nicht gewillt, ihm sinnbildlich den Pflock ins Herz zu rammen...

Habe nur ein hartes Wochenende vor mir.

So viele Geburtstage.

Es bedarf Vorbereitung.

Wird schon langsam heuchlerisch, jeden zweiten Tag einem Anderen mit den denkbar besten Wünschen um den Hals zu fallen, ohne sich in Wortlaut und Freudentränenszenario zu wiederholen.


1 Kommentar 17.9.10 18:38, kommentieren

Insomnia [Non] Grata.

Kommt ja nicht selten vor, dass ich mir aus spontaner Motivation heraus, Nacht für Nacht um die Ohren schlage, in einem Anfall nimmer enden wollender Energie um drei Uhr morgens anfange mein Zimmer zu streichen, Klamotten nähe oder Romane lese und fast gleichzeitig meinen eigenen verfasse ... beinahe zu viel des Tatendrangs, doch wohin verdünnisiert sich dieser nur immer morgens, mittags, … zu Zeiten des Tageslichts?

Morgens mal so wach sein, wie abends; Tagsüber mal so aktiv, wie nachts!

Wunschdenken... darin bin ich ja bekanntermaßen grandios!


Diesmal wurde ich mehr als 60 Stunden am Stück wach gehalten ... schätzungsweise von den üblichen Unmengen an Schwachsinn, die sich in den hintersten Ecken meines geschändeten Hirns herumtreiben. Aber so ganz ohne „Feenstaub“, das ist sogar mir neu gewesen.

Kopftechnisch war ich ja einigermaßen auf dem Laufenden, redete ich mir zumindest erfolgreich ein, auch wenn Selbstgespräche auf Dauer schon ein wenig irritierend werden können – entweder man zieht sich „gegenseitig“ runter oder man lacht sich aus.

Muss verdammt lächerlich aussehen … mal ganz abgesehen davon, wie es sich wohl durch eine geschlossene Tür hindurch anhören muss!


Aussehen!

Das erweckt Tote zum Leben...

Tag 1: erste rötliche Schatten um die Augen, nicht weiter schlimm, wofür hat man Sommersprossen – Kamouflage!


Tag 2: tief-rote Schatten um rot-verquollene Augenlider,eingefallenes Gesicht, kaum Farbe, steigender Kaffeekonsum, steigender Grad an Tollsinn und Wahnwut!

Erste Schwierigkeiten bei der Bildung vollständiger Sätze, von Logik erst gar nicht anzufangen.


Tag3: Zombie-Resurrection … und Kaffee intravenös!

Schüttelfrost trifft auf Hysterie, Kreislauf-Stau auf Gedanken-Blockabfertigung!


Tag4: Bloß kein Tageslicht! Sogar Kerzenlicht verleitet zum Sonnenbrille tragen. Augen erinnern an einen dieser „Menschen-auf-dem-Mars“- Filme: Astronaut kullert eine Sanddüne herunter, Helm geht zu Bruch, dramatische Momente eines Überlebenskampfes, Sauerstoff alle, Mensch sieht aus wie Kaugummi den man aufbläst...Sh-Boom!

Ihr wisst schon...Mars eben,rot und tot!


Tag 45: Verlust jeglichen Zeitgefühls. Morgen war Gestern, Heute ist das neue Morgen und Heute wünsche ich mir es wäre schon Gestern!



 

 

Harre nun seit nunmehr fast zwei Wochen in diesem On/Off-Zombie-Zustand aus.

Hin und wieder ein paar Stunden Schlaf, der einem ein wenig der alten Farbe ins Gesicht zurücktreibt und die Haut-Hängematten unter den Augen wieder zu einigermaßen Otto-Normalverbraucher-Augenringen schrumpfen lässt...


Versuche immer wieder hinter dieses große Geheimnis zu kommen, dass mir bisher verborgen blieb.

Die Frage, wie ich es manchmal schaffe, mich in ein, immerhin der Definition von Schlaf nahekommendes, Delirium zu befördern, an so vielen anderen Tagen jedoch erneut gnadenlos versage und somit schlaflos verbleibe.


Andererseits: Habe festgestellt, dass ich seit neuestem ohnehin jede Schlaf-Einheit damit zubringe, die dämonische Apokalypse über meine Traumwelt hereinbrechen zu lassen...

Bin doch recht verwirrt darüber, wie oft man den Weltuntergang einläuten kann und trotzdem bricht alles in Panik aus und tut schwer überrascht!

und apokalyptisch grüßt das Murmeltier!


Was wohl die Schuld dafür trägt, dass ich mein wirkungsvollstes Argument aus Kindheitstagen erfolgreich pulverisierte, obendrein auch noch eigenständig?

Wie die meisten verantwortungsbewussten Eltern, galt auch in meiner Kindheit das Verbot, Horrorfilme und ähnlich erschütterndes zu sehen - Mal ganz ehrlich, hat das schonmal irgendjemanden daran gehindert?

Jedes mal also, wenn meine geheimen verbotenen Filmabende durch ungünstige Umstände aufflogen [ „Kind,wieso schmierst du dir blaue Farbe ins Gesicht?“ - „ICH bin Williamine Wallace und kämpfe für FREIIIIII....öhm....äähm...ich bin gegen Pelze und übe schon mal das Ding mit der Farbe????“ ] und somit die üblichen Reden geschmettert wurden, von Albträumen und Angstzuständen, langsam wachsendem Wahnsinn und einem Amoklauf als Krönung des Dilemmas, wartete ich damit auf, dass ich noch nie einen Albtraum von einem dieser zahlreichen Filme hatte...wirklich nicht!

Keine Monster unterm Bett - außer einer Spinne, aber die war nicht erfunden sondern einfach nur eklig, riiiiesig und wollte mich fressen! – keine Schlangen im Klo, im Schrank auch nicht, keine Geister, Kobolde oder Trolle, nichtmal ne verdammte Fee!

Soviel zum Stand von damals.

Welche Grenze der Geistesgesundheit hab ich nun also unwissentlich überrannt, um mit 22 Jahren meine Katze, die des Nachts nur allzu gern ihrem Spieltrieb erliegt, mit einem teuflisch gelb-äugigen Dämonen-Maulwurf zu verwechseln?

Richtig grotesk wurde es aber erst, als plötzlich die ganze, den Bach runter gehende, Welt von übel gestimmter Mariatchi-Musik erfüllt wurde...

Was zur Hölle, Satan ist Mexikaner!

Seine dämonische Kampf-Maulwurf-Delegation trug plötzlich Sombreros und diskutierte angeregt darüber, womit die nächste Pinata zu füllen sei: Eiskonfekt oder Brausedrops?

Ich erwachte und noch bevor ich richtig bei Sinnen war, fragte ich mich wie es kommt, dass ich schon wieder den Traumpfad nach Mexiko genommen hatte, als erneut der Klang der Mariatchi-Band in meine Ohren schwappte...

Eine Schock-Sekunde lang war ich fest überzeugt, den Grad zwischen Realität und Fantasie nun restlos ausgemerzt zu haben - überraschenderweise empfand ich diese Auffassung nicht durchweg als negativ – doch mit dem zweiten wachen Herzschlag hatten sich auch alle anderen Sinne wieder eingefunden und ich musste feststellen, dass in der Fußgängerzone unter meinem Fenster fünf Türken auf ihre Made-in-China-Instrumente einhämmerten und hemmungs-, takt- und seelenlos mexikanische Volkslieder trällerten.

Aus der Traum!



Schon faszinierend, mein Traumwelt bietet wesentlich mehr Gesprächsstoff als eine komplette Woche Realität. So gesehen bin ich nach wie vor bzw. immer wieder dankbar, für meine äußerst ausgeprägte Empfänglichkeit für traumhaften Schwachsinn und die Fähigkeit, mich davon im Wachzustand auch noch köstlichst unterhalten zu lassen...

Ich wäre komplett verloren, könnte ich mich nicht an all dieses nächtliche Chaos in meinem Kopf erinnern.

Verlorenererer !

 

-> Off to Zombieland.



2 Kommentare 16.9.10 16:59, kommentieren